Die Idee

 

Vorschlag Wanderwege-Markierungen

 


Die Ausgangssituation

Die Idee für das Projekt "Wanderwege für Bad Nauheim" kam uns  2004  im Waldpark. Hier wurden wir immer wieder nach dem Weg gefragt. Kein Wunder. Die Wege schlängeln sich durch den Wald, die Wegweiser sind in den letzten Jahrzehnten immer weniger geworden,  nach einer guten Karte konnte man lange suchen.


Viel Privat-Initiative 

2005 / 2006 haben wir das Projekt ausgearbeitet. Wir dachten, so eine Privat-Initiative würde viele erfreuen und wäre schnell realisierbar. Es gab zahlreiche Gespräche mit den verschiedenen Waldbesitzern, der Verwaltung, mit der Försterin, mit der Landesgartenschau GmbH, mit dem Stadtmarketing und erfahrenen Wegewarten. Wir lasen Statistiken über die Wünsche von Wanderern, vergruben uns in die Stadtgeschichte, informierten uns über Bushaltestellen und holten Kostenvoranschläge ein. Wir fotographierten und lernten eine Internetseite selbst zu machen. Wir schrieben zig Sitzungsprotokolle und informierten uns über UV-Resistenz und Kratzfestigkeit von Infotafeln. Selbst die DIN-Normen für Schilder sind uns mittlerweile bekannt.


Die Besonderheiten unseres Wanderwegesystems:

  • Themenwege, wie z.B. Salzweg, Panoramaweg, Rosenweg ...
    Begleittexte informieren.
  • Rundwege, man kommt dort wieder an, wo man losgelaufen ist; auch unterwegs ist ein Einstieg möglich.
  • ein vernetztes System von Wanderwegen,
    Knotenpunkte ermöglichen den Wechsel von einem Weg auf den anderen, die Wanderwege verbinden alle Teile der Stadt miteinander. Sie erschließen die Attraktionen von Bad Nauheim für Spaziergänger und Wanderer


Alles ehrenamtlich. Alles für die Schubladen der Verwaltung.
  
Im Stadthaushalt waren jahrelang Gelder für die Wanderwege eingeplant, doch es fand sich niemand in der Verwaltung, der die Aufträge erteilt hätte.


Unterstützung für unser Projekt kam von den Stadtverordneten

Am 29. Oktober  2009  hat die Stadtverordnetenversammlung die Realisierung des Wanderwegeprojektes einstimmig beschlossen.  Zumindest die Waldwege sollten vor der Landesgartenschau beschildert werden.  16.000 Euro wurden dafür bereit gestellt, nur ein Teil davon wird für die erste Phase gebraucht.


Weiterhin Schneckentempo bei der Administration

Am 2. Februar 2010 informierten Bürgermeister Witzel und Stadtmarketingchefin Heiderich die Stadtverordneten, dass es keinerlei Wegemarkierungen vor und während der Landesgartenschau geben soll.
Wir von der Wanderwegegruppe haben das bedauert.  Andere Gartenschau-Städte werben für ihre Wanderwege auf dem Ausstellungsgelände.  Schließlich sollen die Gäste ja wiederkommen, wenn das Blüten-Feuerwerk vorbei ist ...

Nun steht fest: Auch 2010 wird es keine offiziellen Wegemarkierungen, keine offiziellen Wanderkarten geben.

Gut, dass die Macher dieses Wanderwege-Projektes aus der Privatwirtschaft kommen.
Deshalb gibt es schon seit 5 Jahren inoffizielle Wegemarkierungen und inoffizielle Wanderkarten.  Und diese Internetseite.

 
siehe auch  "Eine unendliche Geschichte"